Mitgliederversammlung 2016

Am Samstag, den 11. Juni 2016, trafen sich die Mitglieder des Verbandes ev. Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker in Hessen und Nassau von 9.30 - 13 Uhr im Ev. Gemeindezentrum Mörfelden zur alljährlichen Mitgliederversammlung. Nach einer Begrüßung durch den Vorsitzenden folgte ein ausführlicher Bericht über die Arbeit im vergangenen Geschäftsjahr. Der Kirchenmusikerverband arbeitet in zahlreichen Gremien (Zentralrat, Landesmusikrat, VkM, arbeitsrechtl. Kommission, zahlreiche innerkirchliche Arbeitsgruppen zu unterschiedlichen Themenbereichen mit und beteiligt sich aktiv an der Lösung der drängenden Probleme und Fragen unseres Berufsstandes.
Besonders gefordert war der Vorstand durch die Schwierigkeiten bei der Umsetzung der neuen Arbeitszeitwerte für den nebenberuflichen kirchenmusikalischen Dienst, die Fragen nach der Dokumentationspflicht durch das Mindestlohngesetz und in Fragen des Jugendschutzes. Erfreulicherweise haben sich in der Zwischenzeit z.T. Lösungen ergeben; im Bereich der Umsetzung der Arbeitszeitwerte ist der Prozess noch nicht abgeschlossen. Hier dürfen wir aber auf eine Verbesserung der Situation hoffen.
Gerlinde Fricke ist nach wie vor in der Arbeitsrechtlichen Kommission vertreten und berichtet über den derzeitigen Stand der Entgeltverhandlungen. Geschäfts-und Haushaltsbericht der Geschäftsführerin Brigitte Harsch folgen und der Vorstand wird entlastet. Die verdiente Pause wird durch rege Diskussionen und kollegialen Austausch genutzt.
Im zweiten Teil der Versammlung hält der Vorsitzende Stefan Küchler hält einen Vortrag zu dem Thema  „Davon ich singen und sagen will - Reformationsgedenkjahr und Kirchenmusik". Dieser Vortrag wird in den KiMuNa veröffentlicht, ist hochinteressant und beschäftigt sich äußerst kompetent mit Fragen von Musik, Theologie und Soziologie. Eine Diskussion über den Vortrag schließt sich an.
Die Mitgliederversammlung bespricht noch den Tagesordnungspunkt Verschiedenes und kann danach die Sitzung pünktlich beenden. Der nächste Termin der Mitgliederversammlung 2017 wurde noch nicht festgelegt. Bekanntmachung und Einladung folgen rechtzeitig.

Marion Huth   

Jahresversammlung 2015 des Kirchenmusikerverbands

Am Samstag, den 13. Juni 2015 waren die Mitglieder des Kirchenmusikerverbandes der EKHN zur jährlichen Mitgliederversammlung in die Stephanus-Kirche Unterliederbach eingeladen.
Der neugewählte Landesverbandsrat hat sich konstituiert und seine Arbeit aufgenommen. Der Vorsitzende Stefan Küchler (alter und neuer Vorsitzender) begrüßte die Anwesenden, insbesondere LKMDin Christa Kirschbaum, die als Gastreferentin eingeladen war.

Dem  Jahresbericht konnte man entnehmen, wieviel Arbeit der Landesverbandsrat im vergangenen Jahr für den Berufstand geleistet hat. Interessant gestalten sich die Gespräche mit der Hochschule in Frankfurt. Die Kirchenmusikabteilung soll nun doch nicht geschlossen werden und eine neue Studienordnung ist in Arbeit.

Es folgte der Bericht von Herrn Schnelle aus der Arbeitsrechtlichen Kommission. Die Umsetzung der neuen Arbeitszeitwerte führt in einigen Gemeinden zu großen finanziellen Problemen. Leider war die Einführung der neuen Arbeitszeitwerte von Seiten der Kirchenleitung zu kurzfristig und mangelhaft vorbereitet worden.

Der Geschäfts-und Haushaltsbericht wurde von der Geschäftsführerin Brigitte Harsch vorgetragen. Große Zustimmung fand der Antrag, unseren ehemaligen langjährigen Vorsitzender Manfred Knoch für seine Dienste um den Kirchenmusikerverband zum Ehrenmitglied zu ernennen.

Verbandsrats-Mitglied Prof. Karl Rathgeber referierte zu dem Thema „Das Berufsbild im Wandel – Auswirkungen auf unser Handeln und die Nachwuchsgewinnung“. Er verdeutlichte am Beispiel der Ausbildung, welche Fächer zu seinem Kirchenmusikstudium (A-Prüfung 1977) zählten und welche zusätzlich inzwischen in der Rahmenordnung der Direktorenkonferenz für das Kirchenmusikstudium dazu gekommen sind. Beispielhaft seien Kinderchorleitung, Bläserchorleitung, Popularmusik und Pädagogik genannt. Auffällig ist, dass Gospelchorleitung nicht dazu gehört. Er plädierte für lebenslange Fortbildung.
Hartmut Müller (s. Bild) zeigte mit Beispielen aus seiner Arbeit, wie man den Nachwuchs für den Kirchenmusikberuf fördern kann, Stichwort: Faszination der Orgel.  

Von der Direktorenkonferenz zum Thema Popularmusik berichtete LKMDin Christa Kirschbaum. Zum Thema „Wandel des Berufsbildes“ hält sie ein Mentorat für Berufsanfänger für sehr gut und wichtig.  
Ein neues, gemeinsames Liederheft werden die beiden Landeskirchen EKHN und EKKW am 10. September 2017 vorstellen. Der Entwurf dafür ist ab Oktober 2015 fertig und das Begleitmaterial dazu wird 2016 erstellt.

Ein insgesamt äußerst informativer Vormittag. Die intensive Arbeit des Landesverbandsrates der letzten Jahre trägt Früchte und bewegt doch Einiges. Es wäre schön, wenn noch viele Kirchenmusiker und Kirchenmusikerinnen dem Kirchenmusikerverband beitreten würden, um dessen Arbeit zu unterstützen. 

Marion Huth